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| Titel: |
Goethe. Das Drama „Faust - Der Tragödie erster Teil” oder: Die Moderne als mephistophelisches Projekt |
| Beginn: |
28.09.2014 18:00 |
| Karte: |
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| Beschreibung: |
Philosophisch-literarische Herbst-Akademie der GPP e.V. vom 28. Sept. bis 2./3. Okt. 2014
„Nur für wenige hat er gelebt und lebt er noch:
Goethe, nicht nur ein guter und großer Mensch, sondern eine Kultur ‒ Goethe ist in der Geschichte der Deutschen ein Zwischenfall ohne Folgen.”
Nietzsche
Faust, dieses vielbekannte, womöglich sogar „allzu bekannte” Schauspiel Goethes, tausendfach
auf die Zwingbretter der Interpreten gespannt, auf den Bühnen nicht selten zum dummen Jux verkommen,
ist noch immer - vielleicht sogar: immer mehr - für Überraschungen und umstürzende Einsichten gut.
Was hieße es beispielsweise, einmal ohne alle Abschläge und Verharmlosungen zu begreifen,
Goethe habe uns mit diesem Welttheater-Meisterstück die Moderne als jene Epoche vorgeführt,
die unter der Regie des Mephistopheles agiert: „aufgeklärt”, kühl, ja herzlos berechnend, nüchtern-rational, effizient, anpassungsschnell und gelenkig, mit einem Wort: zynisch (... und Gretchen ist das Opfer, so ihre Mutter, so ihr Kind, ihr Bruder nicht zu vergessen)?
Was steht auf dem Programm?
1. Schritt. Zur Vorgeschichte des Faust-Stoffes, zum Volksbuch also sowie über „Gott und Teufel”.
2. Schritt. Weise Resignation, wissende Heiterkeit: „Zueignung” und das „Vorspiel auf dem Theater”.
3. Schritt. Theatralisch-theologisches Aufgebot und Abgesang auf’s Abendland: „Prolog im Himmel” und „Nacht”.
4. Schritt. Wirkungen: Nietzsche, Kierkegaard und Thomas Mann zu Goethe und seinem „Faust”.
5. Schritt. Gretchens Tragödie: „Bin weder Fräulein, weder schön”, „Meine Ruh’ ist hin”, „Und ihr Verbrechen war ein guter Wahn”.
6. Schritt. Der Motor, der Treiber und die Dialektik als „Geist, der stets verneint”: Mephistopheles.
7. Schritt. Meditation über „Gerichtet? ‒ Gerettet?”
Übrigens werden wir es wieder halten wie bei den letzten „Philosophisch-literarischen Reisen”:
Das offizielle Programm wird am 2. Okt. (mittags) abgeschlossen sein, doch dann unternimmt,
wer mag, mit uns noch einen Ausflug nach Quedlinburg, der nur eine halbe Stunde entfernt liegenden,
im hohen Mittelalter reichsbedeutsamen Stadt.
Am Tag darauf, jenem sonderbaren Feiertag, dem 3. Oktober - dieser nationalen Verlegenheit -,
ließe sich ein Besuch der Stadt Goslar mit der berühmten Kaiserpfalz anschließen.
Danach ginge es dann wieder, für jeden auf seinen Wegen, zurück nach Haus.
Alles weitere auf der Homepage der GPP e.V. |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck Klostergarten 6 38871 Drübeck |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Dr. Gerd B. Achenbach, Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP e.V.) Dr. Gerd B. Achenbach |
| Telefon: |
02202 59646 |
| E-Mail: |
post@gerd-achenbach.de |
| Homepage: |
http://achenbach-pp.de |
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