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Titel: Philosophischer Abend-Rahmenthema: Musst Du Dein Leben ändern? 2500 Jahre Glücksvorstellungen
Beginn: 19.09.2014 20:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: „Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, be
grüßte ihn mit den Worten:
‚Sie haben sich gar nicht verändert.‘ ,Oh!‘ sagte
Herr K. und erbleichte.“ (Bertold Brecht)
„„Du mußt dein Leben ändern“, mit dieser Zumutung, m
it dieser imperativischen Gedichtzeile von Rilke illustriert auch Peter Sloterdijk sein Werk über „Anthropotechnik“. Damit meint er wohl, etwa wie Brecht, Veränderung nicht als Selbstzweck, sondern Veränderung, Verwandlung, Reframing in Hinsicht auf Sorge für und um sich selbst,meint einen Prozess der Selbst-Erzeugung/Optimierung. Variiert wird die alte sokratische Frage, wie man leben
soll, genauer und zeitgemäßer, wie ich leben soll bzw.
wie ich leben will. Die Antwort lautet: Vervollkommnung,Perfektibilität, Entwicklung und Steigerung dessen, was vorhanden und möglich ist. Ent-Täuschung, Erkenntnis,vertikale Spannung, Intensivierung, Steigerung, Verbesserung (enhance), einen nicht-ökonomischen Reicht um,absichtsvolle Übung (áskesis), Überwindung von Widerständen, Mut.
Durch das Lob der Veränderung werden u.a. erinnert: P
latons Gleichnis vom Höhlengefängnis, der antike
Glücksbegriff, das aktuelle Thema Lebenskunst (W. S
chmid), medizinisch und psychologisch inspirierte
Selbsterkenntnis/Selbstveränderung, aber auch Myste
rienkulte, Quest, also der mythische „Weg des Helden“
(Joseph Campbell), Alchemie, Freimaurer usw., der emp
hatische Bildungs- und Arbeitsbegriff sowie die Umkehr durch mühevolle Überschreitung des alltäglich Gegebe
nen hin zum religiös Transzendenten durch Offenbarung,Ritual.
Wir werden uns diesen Ansprüchen, diesem Problemkreis nähern z.B.: Nach welchen Prinzipien, Grundsätzen und
mit welchen Methoden entscheidest du, ob du dein Leb
en ändern musst, sollst, darfst, kannst, willst? Aus
löser für Veränderungswünsche? Was benötigt man, wenn man auf Veränderung, auf ein Anderssein, auf Bessersein ausist? Welche Kompetenzen (z.B. Distanz, Analyse, Tatkraft), welche Umstände (z.B. Kultur der Unterbrechung,Entspannung, Netzwerke), Willenskraft, Umstimmung? Wiewollen wir umgehen mit Krankheit, Dysfunktion und Scheitern, mit der Wahrnehmung einer Differenz zum gelungenen Leben/Projekt? Können Kränkung, Krankheit,Leid geheilt werden? Müssen wir eher Aushalten lernen, anstatt zu verstehen oder zu verändern? Was handeln wir
uns ein, wenn wir als Glücksucher (Auf-das Glück-aus-
Sein) unterwegs sind? Versteckt sich hinter dem Wunsch
nach einem anderen/besseren Leben ein verachtender
Widerwillen nicht nur gegen das gegenwärtige eigene
Leben, sondern auch gegen das Leben selbst (Nietzsche)?
Veranstaltungsort:
Adresse: Cafe Sha
Daimlerstr. 12
22763 Hamburg-Ottensen
Veranstalter:
Adresse: Gesellschaft zur Erforschung und Förderung angewandten Philosophierens e.V. (Gefap)
Dr. Arnold K.D. Lorenzen
Telefon:  
E-Mail: kontakt@)gefap-philosophieren.de
Homepage: http://www.gefap-philosophieren.de/downloads/2014.pdf

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