Einführung/Hilfe
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| Titel: |
Ist der Mensch (ausschließlich) ein Selbstnutzenmaximierer? Fragen an ein gängiges Menschenbild |
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24.07.2014 19:30 |
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Bernd Ehgart, Gießen
Das Paradigma vom sogenannten Homo oeconomicus ist immer noch implizite Voraussetzung der weitaus meisten wirtschaftswissenschaftlichen Veröffentlichungen, sowohl der akademisch intendierten wie der populärwissenschaftlichen. Kritischen Anfragen wird – ebenfalls immer noch – entgegnet, dies sei „nur ein Modell“. Das Abwehrargument ist zweifelhaft. Es mag auch ein Modell sein, aber ist eben nicht nur ein solches, wie die – freundlich gesagt – überaus harsche Reaktion „führender“ Ökonomen auf die Wahl von „Humankapital“ zum „Unwort“ des Jahres 2004 exemplarisch zeigt (FAZ 19. 01. 2005). Über dieses Beispiel hinaus wird der Vortrag zunächst belegen, dass das Paradigma erstens im wissenschaftlichen bzw. wissenschaftsnahen (öffentlichen) Diskurs nach wie vor eine bedeutende Rolle spielt, mit weitreichenden Konsequenzen, beispielsweise für Organisationstheorie und damit für Management. Tatsächlich aber ist das Paradigma auch in den Wirtschaftswissenschaften längst nicht mehr unbestritten. Dem Vortrag geht es im Wesentlichen um eine Zusammenstellung relevanter Argumente gegen dieses Paradigma, und zwar überwiegend auf Grundlage der empirischen Sozialforschung, eingeschlossen die (experimentelle) Verhaltensökonomik.
Anders als (akademisch) üblich verzichtet die Darstellung auf eine „eigene“ Position, sondern präsentiert stattdessen eine „Materialsammlung“, wiewohl (selbstredend) die Position des Vortragenden in der Auswahl des Materials deutlich wird. Die Enthaltung vom Gestus „Bild dir deine Meinung“ motiviert sich aus einer Sentenz des Kabarettisten Dieter Nuhr: „Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss aber nicht."
„Philosophisch“ ist der Vortrag insofern, als er das in Rede stehende Paradigma als Ausdruck eines (radikalen) Utilitarismus sieht, es aber – anders als unter Philosophen oft üblich – nicht mit Kant bezweifelt, sondern, wie gesagt, mit sozialwissenschaftlicher Empirie. Warum allerdings das Paradigma – gegen empirische Evidenzen – ein derartig vitales Fortleben zeigt, wäre (wahrscheinlich) ein lohnender Aspekt für die anschließende Diskussion. Dazu glaubt der Vortragende eine Idee zu haben, die der Erörterung würdig ist.
Mitglieder, Schüler und Studenten frei.
Gäste 5,- € |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Kurhaus Kaiserallee 1 76530 Baden-Baden |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Gesellschaft für angewandte Philosophie Baden-Baden e.V. |
| Telefon: |
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| E-Mail: |
Sekretariat@philosophia-baden-baden.de |
| Homepage: |
http://www.philosophia-baden-baden.de/philosophia-baden-baden.de/Willkommen.html |
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