Einführung/Hilfe
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| Titel: |
Freiheit ein fragiles Potential der Psyche |
| Beginn: |
08.05.2014 19:30 |
| Karte: |
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| Beschreibung: |
Im Allgemeinen wird in einem einführenden Referat ein interessantes Thema, das zur Diskussion und zum Gespräch einlädt, dargestellt. Danach wird diskutiert.
Damit auch für den Leib gesorgt ist, können im Philosophischen Café vor Beginn der Veranstaltung Getränke und Imbiss bestellt werden, danach gehen wir meist zum Griechen ein Stockwerk tiefer.
Eintritt 10 Euro, Ermäßigung nach Selbsteinschätzung.
Referentin: Dr. Evelin Kroschel-Lobodda
Wie frei sind wir in unserem Erleben, Denken, Wollen und Handeln? Es ist ja offensichtlich so, dass die meisten Menschen das Gefühl haben, dass ihr Wille frei sei, zumindest bei den meisten ihrer Handlungen und Entscheidungen. Andererseits gehört aber auch das Erleben, von nicht bewussten Kräften beeinflusst zu sein, zu den Grunderfahrungen des Menschen. "Vom Schicksal geschlagen sein", "vom Himmel begünstigt sein", Glück gehabt zu haben oder vom Pech verfolgt zu sein, sind geläufige Redewendungen, die wir in unserer Alltagssprache benutzen. Und manchmal verstehen wir im nachhinein selbst nicht, was uns zu bestimmten Handlungen getrieben hat oder wie wir in bestimmte Situationen geraten sind. Sigmund Freud wird die Erkenntnis zugeschrieben, dass das Ich nicht Herr im eigenen Haus ist - ganz so neu ist diese Erkenntnis jedoch nicht. So hat schon Schopenhauer Leben und Schicksal als Produkt und Veranstaltung seelischer und universaler Kräfte erklärt, deren Wirken dem bewussten Wollen weitgehend oder völlig entzogen ist. Dem schließen sich Hirnforscher an, die den freien Willen als Illusion bezeichnen, wie z.B. Wolf Singer, der sagt, wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen, da uns Verschaltungen des Gehirns festlegen. Dagegen spricht der legendäre Hirnforscher Benjamin Libet dem Bewusstsein ein Veto-Recht gegen vom Gehirn eingeleitete Initiativen zu. Der Literatur-Nobelpreisträger I. B. Singer meint, das größte Geschenk der Menschheit sei die freie Wahl. Nach der dreißigjährigen Erfahrung der Referentin in Psychotherapie und Coaching ist sie der Überzeugung: Wir haben kein Geschenk der freien Wahl. Wir haben das Geschenk des Lebens mit dem Potenzial der freien Wahl. Wir müssen dieses Potenzial zur Freiheit erst entwickeln. Solange wir unser Freiheits-Potenzial nicht bewusst zu einer Fähigkeit entwickeln (wie es z.B. schon Sokrates mit seinen Dialogen angestrebt hat), solange sind wir tatsächlich Marionetten der Verschaltungen unseres Gehirns und derjenigen Kräfte, die diese Verschaltungen steuern. Die Referntin zeigt an zwei konkreten Beispielen auf, wie unbewusste Kräfte sich unseres Willens bemächtigen und wie wir ihnen auf die Spur kommen können. Auf der Suche nach Erklärungen dieser Phänomene zieht Frau Dr. Kroschel-Lobodda den Bogen von der neuesten Hirnforschung über transgenerationale Forschungen und Theorien zu entsprechenden Vorstellungen in Mythen, Religionen und Literatur. |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Bayerischer Hof Bahnhofplatz 12 82319 Starnberg |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Philo-Café Starnberg Hellmut Bölling |
| Telefon: |
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| E-Mail: |
hellmutB@gmx.de |
| Homepage: |
http://www.philo-cafe.de/das-philo-cafe.html |
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