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Zwischen Blindheit und Hellsichtigkeit. Ästhetik als Theorie der Moderne |
| Beginn: |
18.03.2014 18:00 |
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Die beiden jüngsten Bände der renommierten Wiener Reihe – Themen der Philosophie, herausgegeben von Cornelia Klinger, Herta Nagl-Docekal, Ludwig Nagl und Alexander Somek, werden gemeinsam am IWM vorgestellt. Details folgen in Kürze.
Blindheit und Hellsichtigkeit.
Künstlerkritik an Politik und Gesellschaft der Gegenwart.
Herausgegeben von Cornelia Klinger
Berlin: Verlag Walter de Gruyter, 2014
Wiener Reihe, Band 16
Was ist der Ort der Künste in der Gesellschaft der Gegenwart? Auf der Suche nach Antworten richtet sich der Blick ins 20. Jh. zurück: Eine sich zu einem autonomen gesellschaftlichen Teilbereich ausdifferenzierende ästhetische Sphäre konnte sich einerseits zu einem selbstreferentiellen, nur eigenen Gesetzen verpflichteten System entwickeln, andererseits konnte sie ihre unter dem Vorzeichen von Autonomie gewonnene Distanz von der Gesellschaft zur Kritik an den bestehenden Verhältnissen, zum Engagement für eine andere Ordnung einsetzen. Die divergierenden Wege von Modernismus und Avantgarde sind im Verlauf des 20. Jh.s von Politik und Ökonomie durchkreuzt worden. Während die Avantgarden des frühen 20. Jh.s durch Verstrickung in totalitäre Politik in Misskredit geraten sind, ist nach der Jahrhundertmitte die abstrakte, hermetische, sperrige Formensprache des Modernismus zum herrschenden Jargon des Marktes geworden. Gegenwärtig findet, nicht zuletzt unter dem Eindruck neuer kommunikationstechnologischer Revolutionen, eine umfassende Ästhetisierung statt, gleichzeitig erlebt gesellschaftskritische, engagierte Kunst einen Boom. Den Fragen, was Kunst jenseits der Illusion ihrer Autonomie von der Gesellschaft in Zukunft sein, welche Stellung sie in der Gesellschaft einnehmen und wie sie diese verändern kann, ist dieses Buch gewidmet.
Hegels Ästhetik als Theorie der Moderne.
Herausgegeben von Herta Nagl-Docekal, Annemarie Gethmann-Siefert, Erzsébet Rózsa, Elisabeth Weisser-Lohmann
Berlin: Akademie Verlag, 2013
Wiener Reihe, Band 17
Es ist eine häufig übersehene These der Hegelschen Ästhetik, dass die künstlerische Arbeit ein Ort der Selbstverständigung einer Gesellschaft ist. Schon in seinem ersten Hauptwerk, der „Phänomenologie des Geistes“, sind Hegels Überlegungen zur Kunst eingebunden in den Versuch einer Bestimmung der Moderne, und auch in den später publizierten Texten Hegels sowie in seinen Berliner Vorlesungen zur Philosophie der Kunst ist die Deutung der Geschichte der Kunst integraler Bestandteil seiner Theorie der Moderne. Hat die Standortbestimmung, die Hegel im Blick auf die Kunst seiner Zeit formuliert, auch für das heutige Selbstverständnis noch Relevanz? Im Zeichen dieser Frage wird in den Beiträgen des Buchs die Stellung der Kunst nach dem „Ende der Kunst“, die Interrelationen von Kunst, Religion und Philosophie unter Bedingungen radikalisierter subjektiver Freiheit, sowie die Spannung zwischen Individualität und Allgemeinheit am Ort der Kunst und die Bedeutung der ästhetischen Theorie im Kontext der Moderne erörtert.
Anmeldung:
http://www.iwm.at/events/event/kunstlerkritik-und-hegels-asthetik/
Ende: 19:30 Uhr |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
IWM Library Spittelauer Lände 3 1090 Wien |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Institut für die Wissenschaften vom Menschen |
| Telefon: |
+43-1-313-58-0 |
| E-Mail: |
iwm@iwm.at |
| Homepage: |
http://www.iwm.at |
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