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Titel: Sprache und Kritische Theorie. Internationale Konferenz
Beginn: 13.12.2012 00:00
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Beschreibung: Sprache und Kritische Theorie. Internationale Konferenz vom 13.12 - 15.12.2012

Die vor dreißig Jahren erschienene Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas wird gemeinhin als das Werk betrachtet, mit dem auch in der Kritischen Theorie die Wende zur Sprache vollzogen wurde. Kritische Theorie orientierte sich danach nicht mehr primär an dem, was Habermas "Produktionsparadigma" genannt hat, sondern an den normativen Strukturen der Sprache und kommunikativer Handlungen, um die Maßstäbe der Gesellschaftskritik auszuweisen. Die Insistenz auf dem hier vollzogenen Paradigmenwechsel implizierte eine gewisse Sichtweise auf die ältere Kritische Theorie, der zufolge die Sprache bei ihren Vertretern nur eine untergeordnete Rolle gespielt hätte und allenfalls als ästhetisches Medium des Ausdrucks von Kritik von Interesse gewesen sei. Ein genauerer Blick auf die Arbeiten beispielsweise von Benjamin, Horkheimer und Adorno zeigt jedoch, dass diese Diagnose korrigiert werden muss. Zwar dient die Sprache bei ihnen nicht explizit der Rechtfertigung kritischer Eingriffe der Theorie, doch sie spielt in den verschiedenen Ansätzen sowohl in der Erkenntnis- und Gesellschafstheorie als auch in der Geschichts- und Kunstphilosophie eine bedeutende Rolle, die bislang kaum ausreichend gewürdigt wurde. Die Tagung macht es sich darum zur Aufgabe, die Rolle der Sprache in der Kritischen Theorie in einer erweiterten Perspektive zu betrachten. Dabei sollen die sprachphilosophischen Überlegungen der Kritischen Theorie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart untersucht werden. Dies auch und vor allem in Hinblick auf die Frage, inwiefern Verbindungen und Bezüge zu anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Denkansätzen, in denen die Sprache ein zentraler Gegenstand ist (Analytische Philosophie, Hermeneutik, Poststrukturalismus, Psychoanalyse), fruchtbar hergestellt werden können.

Mit Vorträgen von Georg W. Bertram (Berlin), Antonia Birnbaum (Paris), Robin Celikates (Amsterdam), Stefan Deines (Frankfurt), Christoph Demmerling (Marburg), Alexander Garcia Düttmann (London), Lydia Goehr (New York), Philip Hogh (Oldenburg/Frankfurt), Julia König (Frankfurt), Hannes Kuch (Berlin), Cristina Lafont (Evanston), Jan Müller (Darmstadt), Stefan Müller-Doohm (Oldenburg), Gunzelin Schmid Noerr (Mönchengladbach), Sebastian Tränkle (Leipzig)

Ort: Schlaues Haus Oldenburg, Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg

Veranstalter: Adorno-Forschungsstelle der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Philosophie der Goethe Universität Frankfurt/Main

Organisation: Prof. Dr. Johann Kreuzer (Oldenburg), Prof. Dr. Martin Seel (Frankfurt), Julia Christ, M. A. (Paris/Frankfurt), Dr. des. Stefan Deines (Frankfurt), Philip Hogh, M. A. (Oldenburg/Frankfurt)

Anmeldung und Kontakt: sprachekritik@gmail.com

Gefördert von der Fritz von Thyssen-Stiftung
Veranstaltungsort:
Adresse: Schlaues Haus Oldenburg
Schlossplatz 16
26122 Oldenburg
Veranstalter:
Adresse: Carl von Ossietzky Universität
Telefon: +49-441-798-0
E-Mail:  
Homepage: http://www.uni-oldenburg.de/

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