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Vorträge des Philosophischen Seminars - Die Tradition des "gerechten Krieges" in der "Responsibility to Protect" |
| Beginn: |
23.10.2012 17:15 |
| Karte: |
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Was kann Philosophie angesichts von Konflikten und Kriegen leisten? Diese Frage ist
seit über 2000 Jahren immer wieder gestellt worden und hat unter anderem zur Entwicklung
der Idee eines «gerechten Krieges» geführt. Was aber kann eine 2000 Jahr
alte Idee in der heutigen Zeit noch leisten? Und inwieweit lässt sie sich weiter entwickeln,
um zeitgemäss zu bleiben? Im Vortrag werden kurz die Genese und spätere Entwicklung
der Idee eines «gerechten Krieges» dargestellt. Dabei werden schlaglichtartig
die antiken Ursprünge, die Ausformulierung der Lehre in der Scholastik, Kritik aus den
Reihen kirchlicher Autoren und aktuelle Entwicklungen nachgezeichnet. Anschliessend
soll genauer auf heutige Konfliktsituationen und militärische Interventionen geschaut
werden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die so genannten «humanitären Interventionen
» beziehungsweise die «Responsibility to Protect» gelegt. Diese haben sich
in den vergangenen Jahren zunehmend als relevanter aktueller Anwendungs- und Testfall
für die heutige Tauglichkeit der Idee vom gerechten Krieg erwiesen. An einem aktuellen
Beispiel soll versucht werden, den Nutzen und die Grenzen der Anwendung der Tradition
des gerechten Krieges und der «Responsibility to Protect» aufzuzeigen.
Zur Person
Daniel Messelken studierte von 1998 – 2004 Politikwissenschaften, Philosophie und
Frankreichstudien an der Universität Leipzig und am Institut d’Etudes Politiques in Paris.
In seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit der Frage nach der aktuellen Relevanz
der Idee vom gerechten Krieg. Eine adaptierte Fassung dieser Arbeit wurde 2007 vom Forschungsinstitut
für Philosophie bei der wissenschaftlichen Preisfrage «Kann es heute
noch gerechte Kriege geben?» mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Nach dem Studium war Daniel Messelken von 2004 – 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter
von Prof. Dr. Georg Meggle am Institut für Philosophie der Universität Leipzig. In dieser Zeit
promovierte er ebendort mit der Arbeit Gerechte Gewalt – zum Begriff interpersonaler Gewalt
und ihrer moralischen Bewertung (publiziert 2012 im mentis Verlag, Paderborn). Seit
November 2009 ist Daniel Messelken Forschungsassistent am Ethikzentrum der Universität
Zürich im Bereich militär-medizinische Ethik. Bisherige Forschungsschwerpunkte:
Angewandte Ethik, Idee des «gerechten Krieges» und Militärethik, politische Philosophie.
Dr. Daniel Messelken, Universität Zürich
Vortrag im Rahmen des Philosophischen Kolloquiums
Di, 23. Oktober 2012, 17.15-19.00 Uhr |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Universität Luzern, Raum 3.B55 Frohburgstrasse 3 6002 Luzern |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Universität Luzern Monika Padrutt |
| Telefon: |
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| E-Mail: |
monika.padrutt@unilu.ch |
| Homepage: |
http://www.unilu.ch |
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