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| Titel: |
Eros und Tod |
| Beginn: |
11.12.2012 18:00 |
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| Beschreibung: |
Zum Welt- und Menschenbild von Otto Dix
Werden und Vergehen, Zeugung und Vergänglichkeit, Eros und Tod sind für Otto Dix Phänomene ein und derselben Medaille: eines blind vitalistischen Lebenskreislaufs ohne Anfang und ohne Ende, einer Welt, die immer wieder gebiert, um das Geborene immer wieder zu verschlingen. Mit Friedrich Nietzsche sieht Dix diesen Daseinsmechanismus als von der Natur gesetzt und das menschliche Leben als Sein zwischen diesen Polen. So sind für ihn beispielsweise Sexus und Krieg Naturereignisse im Rahmen dieser Daseinsstruktur, der Mensch ein Wesen von unverwüstlichem Lebens- und Lusttrieb im Angesicht des Todes. In diesem Welttheater seinen Platz zu behaupten, nicht zu resignieren, sondern sein Leben zu leben, ist das, was Dix mit Nietzsche als "Pessimismus der Stärke" empfindet. Dabei will er die Wahrheit des Menschen in Extremsituationen sichtbar machen, denn diese „zeigen den Menschen in seiner ganzen Größe, aber auch in seiner Verworfenheit. In den außergewöhnlichen Momenten erweist sich der Mensch in allen seinen Möglichkeiten." Was dabei herauskommt, ist ein ‚bestiarium humanum’, ein schwer verdaulicher menschlicher Tiergarten, der gleichwohl Seinsstrukturen menschlichen Daseins sichtbar macht.
Prof. Dr. Rainer Beck lehrt Kunstgeschichte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Die Ringvorlesung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygiene-Museum, der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und der Hochschule für Bildende Künste.
Prof. Dr. Rainer Beck
Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte, Hochschule für Bildende Künste Dresden
Dienstag, 18 bis 19.30 Uhr |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Deutsches Hygiene-Museum Lingnerplatz 1 01069 Dresden |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Deutsches Hygiene-Museum Dresden |
| Telefon: |
0351 4846-400 |
| E-Mail: |
service@dhmd.de |
| Homepage: |
http://www.dhmd.de/neu |
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