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Titel: Der Verstand versteht nur, was er sich selbst konstruiert (Kant); und die Vernunft ist eine Hure (Luther)
Beginn: 02.11.2012 20:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: In seiner „Kritik der reinen Vernunft“ geht Kant der Frage nach, welche Art des Denkens die Leistung vollbringt, die gegenständliche Welt und deren Funktionalität zu verstehen; wir nennen die Leistung dieser Art des Denkens „wissenschaftliches Erkennen“. Diese spezifische Kritik unseres Denkens zeigt, dass wir nur das verstehen, was wir zu diesem Zwecke konstruiert haben: Der Verstand versteht nur, was er sich selbst konstruierte! Ebenso klar zeigt sich, dass die Vernunft ‚aus dem Ruder läuft’, wenn sie nicht streng an vorgegebene Daten gebunden wird, um alleine nur deren logische Zusammenhänge durchschaubar zu machen. Wegen dieser charakteristischen Abhängigkeit der Vernunft von vorgegebenen Daten, erweist sich alles das, was wir „vernünftig“ nennen, von vorbestimmten Daten her konditioniert zu sein: wie die Konditionen, so die Vernunft oder das Vernünftige. Die Aufforderung „sei doch vernünftig!“, meint ja auch: passe dich an! So spricht Luther in der ihm so eigenen Deftigkeit ganz richtig von der „Hure Vernunft“!
Veranstaltungsort:
Adresse: KULTURHALL RÖDERMARK / Graf-Reinhard-Saal
Dieburger Straße
63322 RÖDERMARK
Veranstalter:
Adresse: FORUM-RÖDERMARK
Dr. Rüdiger E. Böhle
Telefon: 06074 - 98 5 89
E-Mail: indiscernibilium@hotmail.com
Homepage: http://www.management-strategien.de

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