Einführung/Hilfe
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| Titel: |
Arbeitskreis "Lebendige Antike" an der vhs Koblenz |
| Beginn: |
09.11.2011 19:30 |
| Karte: |
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| Beschreibung: |
Nummer:
1.0104 Kurs läuft bereits oder ist nicht online buchbar. Rufen Sie an.
Gebühr:
5,00 €
Leitung:
Ralph Riefert, Jochen Althoff, Gerhard Lütke, Tamara Choitz, Christine Walde, Boris Dunsch, Joachim Dingel
Veranstaltungsort:
Eichendorff-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Ring/Casino, Koblenz
Termin(e):
09.11.2011 (Mi.) - 23.05.2012 (Mi.) , 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
(alle 6 Einzeltermine einblenden)
* 09.11.2011, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
* 30.11.2011, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
* 15.02.2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
* 07.03.2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
* 25.04.2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
* 23.05.2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr (Mittwoch)
Beschreibung:
Veranstaltungen 2011/2012:
Mi., 09.11.2011, 19:30 Uhr, Eichendorff-Gymnasium:
Achilles in Vietnam
Vortrag von StD' Prof. Dr. Tamara Choitz, Koblenz
Der Vortrag stellt Forschungsergebnisse des amerikanischen Psychiaters Jonathan Shay vor und setzt sie konkret auf die Achilleus-Gestalt Homers um. Dabei zeigt sich, dass Homer an Achilleus´ Reaktion auf den Tod seines Kampfgefährten Patroklos exemplarisch zeigt, wie der Krieg die Seele des Kämpfenden zerstört - als Militärpsychiater war J. Shay für die Behandlung der Kriegstraumata der US-Soldaten nach dem Vietnam- bzw. den Golfkriegen in leitender Position verantwortlich. Mit der deutschen Involvierung in Afghanistan ist dieses Problem nun auch in Deutschland relevant.
Mi., 30.11.2011, 19:30 Uhr, Eichendorff-Gymnasium:
Die Nikomachische Ethik des Aristoteles
Vortrag von Gerhard Lütke, Koblenz
Aristoteles stellt in seiner "Nikomachischen Ethik" eine Lehre vom guten Leben dar. Ziel seiner Abhandlungen ist nicht der Erkenntniserwerb, sondern vielmehr das gute Handeln, mithin der Weg zu einem erfüllten, für den Menschen wünschenswerten Leben. Keine Sollens-Sätze sind hier Orientierung für gutes und gelungenes Handeln, sondern vielmehr eine Ethik, die für den Menschen erstrebenswert erscheint. Eine derartige Ethik ist Maßstab, Richtschnur und Ziel seiner Lehre. Aristoteles entwickelt einen Kriterienkatalog für ein glückliches und vollendetes Leben. Glück kann der Mensch durch Ausbildung, Festigung und Weiterentwicklung seiner Tugenden erreichen.
Nicht zuletzt soll auch die von Aristoteles entwickelte Mitte zwischen dem Zuviel und Zuwenig an Gefühlen nicht unerwähnt bleiben.
Mi., 15.02.2012, 19:30 Uhr, Eichendorff-Gymnasium:
Nero und Zeitgenossen
Vortrag von Prof. Dr. Christine Walde, Universität Mainz
Der römische Kaiser Nero, der von 54 bis 68 nach Chr. regierte, hat bis auf den heutigen Tag Spuren seiner Existenz hinterlassen oder besser: Spuren der Bilder, die man von ihm entworfen hat. Dank dieser "Verkitschung" kann Nero noch heute Assoziationen auslösen (z. B. ist ein Programm, mit dem man leicht CDs kopieren und brennen kann, nach Nero benannt). Ob nun Nero wirklich in seinem Cäsarenwahn Rom angezündet hat oder nicht, scheint angesichts der ikonischen Nachwirkung schon nicht mehr wichtig: Die Gestalt Neros hat wahrscheinlich schon unmittelbar nach dem gewaltsamen Tode des realen Nero die historische Realität hinter sich gelassen. Der Vortrag wird den soziolkulturellen Kontext des historischen Nero nachzeichnen und einge Aspekte der späteren Rezeption der Nero-Gestalt in Kunst und Literatur vorstellen.
Mi., 07.03.2012, 19:30 Uhr, Eichendorff-Gymnasium:
Antikes Frauenbild II:
Die Elektra des Sophokles
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Althoff, Universität Mainz
Die Geschwister Elektra, Orest und Chrysothemis haben als Kinder erlebt, dass ihre Mutter Klytaimnestra den Vater der Kinder, Agamemnon, nach dessen Rückkehr aus Troja mit Hilfe ihres Geliebten Aigisthos tötete, weil er auf der Hinfahrt die gemeinsame Tochter Iphigeneia geopfert hatte. Orest konnte aus diesem Blutbad herausgehalten werden, indem man ihn außer Landes brachte. Von ihm als möglichem Rächer des ermordeten Vaters droht Gefahr für Klytaimnestra; zugleich stellt er für Elektra und Chrysothemis die größte Hoffnung dar. In Sophokles’ Tragödie "Elektra" kehrt der erwachsene Orest inkognito zurück, um Rache an der Mutter und Aigisthos zu nehmen. Dafür wird eine Intrige ins Werk gesetzt, in die auch Elektra einbezogen wird. Der Vortrag will sich auf die Figur Elektras konzentrieren und ihren Charakter herausarbeiten. Die schwierige Frage nach der Aussageabsicht des Dichters soll mit dieser Figur verknüpft werden.
Sa., 24.03.2012:
Exkursion nach Trier
(Landesmuseum und Führung in der Krypta unter St. Maximin);
Treffpunkt: 11.00 Uhr am Hbf. in Trier (individuelle Anreise).
Mi., 25.04.2012, 19:30 Uhr, Görres-Gymnasium, Aula:
Staaten als Räuberbanden?
Zu einer Denkfigur bei Cicero und Augustinus
Vortrag von Dr. Boris Dunsch, Universität Marburg
Was haben Staaten mit Räuberbanden zu tun? Der berühmte Staat-Räuberbande-Vergleich findet sich seit der Antike in gesellschaftspolitischen sowie rechts- und sozialphilosophischen Zusammenhängen. Diese Denkfigur wird an prominenter Stelle vom Kirchenvater Augustinus verwendet und trägt dazu bei, dessen Konzept von Gerechtigkeit zu illustrieren. Im Rahmen des Vortrags wird die relevante Passage aus Augustinus' De civitate Dei (Vom Gottesstaat) u. a. mit Parallelstellen bei Platon und Cicero verglichen, um zu klären, inwiefern das Prinzip der Gerechtigkeit nicht nur für das Funktionieren eines geordneten Staatswesens, sondern auch für Räuberbanden als unabdingbar anzusehen ist. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf den jeweiligen Argumentationsgang der antiken Autoren gelegt, wobei auch die Frage der historischen Wirklichkeit, vor deren Hintergrund die Gedankengänge entfaltet werden, berücksichtigt wird.
Mi., 23.05.2012, 19:30 Uhr, Görres-Gymnasium, Aula:
Gute Göttin, süßes Übel:
Die Hoffnung im Denken der Griechen und Römer
Vortrag von Prof. Joachim Dingel
Zur Hoffnung hat der Mensch ein zwiespältiges Verhältnis: Er kann ohne sie nicht leben, aber er misstraut ihr auch. Dieser Zwiespalt begegnet uns schon in der ältesten europäischen Literatur. Seine Geschichte soll im Vortrag nachgezeichnet und an ausgewählten Texten (stets mit Übersetzung) vorgeführt werden. Im Zentrum werden Tibull, Ovid und Seneca stehen; den Schluss soll ein Ausblick auf Paulus bilden.
Die Vortragsveranstaltungen finden statt im:
Eichendorff-Gymnasium
Friedrich-Ebert-Ring 26
oder im:
Görres-Gymnasium
Gymnasialstr. 3
Kosten: 5,00 € je Vortrag
(ausschließlich Abendkasse!)
Kontaktadressen:
Eichendorff-Gymnasium Koblenz
Tel. 0261 915940
Ralph Riefert: Tel. 0261 2935478 |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Eichendorff-Gymnasium Friedrich-Ebert-Ring 26 56068 Koblenz |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
VHS Koblenz |
| Telefon: |
02 61 / 1 29 37 40 |
| E-Mail: |
info@vhs-koblenz.de |
| Homepage: |
http://www.vhs-koblenz.de |
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