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| Titel: |
Vom Ursprung der Geschichte: Der Hades oder die antike Unterwelt |
| Beginn: |
28.10.2011 20:00 |
| Karte: |
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Der Gott wie der Ort der Unterwelt tragen – meist – denselben Namen: HADES. Gemeinhin nennen wir den Hades, den Ort der Unterwelt, das Reich der Schatten: die Toten leben hier, abgeschieden von der Welt der Lebenden, als Schatten. Von den Schatten der Verstorbenen erzählt der Mythos, dass sie hier unten im Reich des Todes miteinander ein ganz friedliches Gespräch führen. Alle, meist auch tödlichen Dissonanzen während ihres Daseins in der Welt der Lebenden sind sowohl sittlich wie moralisch und wertemäßig völlig irrelevant geworden. Die einstens lebensbestimmenden Ereignisse mutieren mit dem Tode zu neutralen Daten, zu schlichten Tatsachen des vergangenen Lebens – ohne jeden Wert: mit dem Tode endet alle Relevanz von Sittlichkeit, Moral und Werten; die Sachgehalte der Ereignisse aber, die unter deren Verdikt im Handeln und Verhalten – so ehrenwert wie frevelhaft – in der Welt einstens vollbracht wurden, bleiben – gleichsam objektiv – erhalten und auf ewig bewahrt.
Ausnahmegestalten des Mythos wie etwa Odysseus, die gemeine Weltpragmatik, erhalten von den Göttern die Erlaubnis, in die Unterwelt hinab zu steigen, um sich mit besonderen Schatten zu unterhalten. Auf diese Weise begegnet Odysseus einem Achilleus und disputiert mit ihm über die Bedeutung des Handelns und Verhaltens im Leben – und erhält eine verblüffende Antwort von Achilleus, dem hoch verehrten Helden des Trojanischen Krieges; eine Antwort der radikalen kritischen Distanz des Bedenkens – aller Werte, aller Sittlichkeit, aller Moral: nichts hiervon kann vor dieser Instanz, das Wahre zu erkennen, seinen Bestand wahren; alles zerfällt zu Nichtigem.
Die Schatten im Hades, dem Reich des Todes, erzählen die Geschichte ihres Lebens – nicht unter dem Verdikt von Sittlichkeit, Moral und deren Werte, sondern in der kritischen Distanz des Bedenkens, dessen Radikalität der Tod in mythischer Klarheit anzeigt: die Schatten der Verstorbenen erzählen das Wahre ihres Lebens; eines erfüllten bzw. ruinierten Sinnes ihres konkret vollbrachten Lebens.
Hades, der Gott und der Ort der Schatten, repräsentiert in mythischer Gestalt, die elementare Kondition eines zum Sinne sich erfüllenden Lebens aus eigenem Grunde her sich zu gestalten: die Reflexion über das, was sich im Handeln und Verhalten konkret ereignete, in kritischer Distanz des Bedenkens sich zum Bewusstsein zu bringen, und also sich selbst zur Geschichte zu sublimieren. Die Schatten des Hades repräsentieren in mythischer Gestalt die Geschichte des so konkreten wie individuellen Lebens – im Anspruche von HISTORIK.
Nicht nur ironisch, sondern vielmehr sarkastisch formuliert Hegel: „aus der Geschichte der Völker können wir lernen, dass die Völker aus ihrer Geschichte nichts gelernt haben!“ Was für die Völker gilt, können wir getrost und aus der Erfahrung her wohl begründet auch vom einzelnen Menschen sagen. Der Mythos erzählt diese schlichte Erkenntnis der menschlichen Denkresistenz in den ausnehmenden Begegnungen mit den Schatten im Hades.
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| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
KULTURHALLE RÖDERMARK / Graf-Reinhardt-Saal Dieburger Straße 27 63322 RÖDERMARK |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
FORUM - RÖDERMARK Dr. Rüdiger E. Böhle |
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