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| Titel: |
Marcel Proust - Philosophie des Traums |
| Beginn: |
22.05.2011 11:00 |
| Karte: |
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| Beschreibung: |
Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Horst Dieter Rauh, Aachen
Der wohl größte Erzähler des 20. Jahrhunderts, Marcel Proust, spürt in seinem Monumentalroman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit dem Geheimnis von Zeit und Erinnerung nach. Aus der überwältigenden Fülle der Motive sticht eines hervor: der Traum als Quelle des Erzählens und wichtiges Moment der Inspiration. Der Traum ist jene Gegenwelt, dem sich bei Proust das reale Romanwerk verdankt: weil ein junger Mann davon träumt, Schriftsteller zu werden. Für Proust war der Traum eine „nächtliche Muse“, vergleichbar der Prinzessin Scheherazade, die in „Tausend und einer Nacht“ den Erzählfluss am Leben erhält. Solange sie erzählt, wird sie nicht sterben. Der Traum als Experimentfeld für Gedanken und als Mittel, um neue Wirklichkeit zu schaffen: Ohne den Vater der Psychoanalyse, Sigmund Freud, zu kennen, hat Proust seine eigene Philosophie von Traum und Erinnerung entwickelt. Menschen träumen, weil sie sterblich sind, den Traum von Unsterblichkeit; da jeder Traum aber erzählt werden will, verdankt sich ihm sogar die Literatur.
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| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Café Libresso Fleischmengergasse 29 50676 Köln |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Karin Farokhifar |
| Telefon: |
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| E-Mail: |
karin.farokhifar@int-gip.de |
| Homepage: |
http://www.cafelibresso.de |
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