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Titel: Die Schule der Egoisten - Reflexionen auf einen philosophischen Krimi
Beginn: 05.04.2011 19:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum.

Der Roman gleichen Titels von Eric-Emmanuel Schmidt verweist augenzwinkernd auf wenig beachtete philosophische Problemfelder: Führt uns der pure Egoismus nur in die Abgründe unseres Selbst? Liegt im Egoismus die wahre Natur des Menschen oder birgt sie gar die Dialektik unseres Daseins? Ist also wie Goethe es sah, in jedem Menschen ein Teil von jener Kraft, die Böses will und Gutes schafft? In diesem Sinn sieht Kant die Menschen "... aus krummem Holz gemacht", Hegel den Egoismus als List der Vernunft, als Wegweiser zur zivilen Sittlichkeit. Diese sieht Freud als "Unbehagen in der Kultur" und damit als Ursache der Unterdrückung unseres Selbst. Sollen wir an unseren Widersprüchen verzweifeln, diese vielleicht gar nicht beachten oder ein Leben führen, das die Widersprüche in sich aushält? Stirner sah in seiner "Ich-Lehre" die Summe aller bisherigen Philosophie und wendet sich in seinen Untersuchungen gegen die gesellschaftlichen Institutionen und Tabus, die dem Menschen den Weg zu sich selbst versperren. Die Protestphilosophie Stirners wird so gleichsam Aufruf zur Anarchie, Aufruf zur terroristischen Aktion von wildgewordenen Kleinbürgern.

Gebühr: 5,00 Euro
Veranstaltungsort:
Adresse: VHS Berlin Mitte, Raum 104
Turmstr. 75
10115 Berlin
Veranstalter:
Adresse: VHS Berlin
Christine Bartels
Telefon: (030) 9018 3 7413
E-Mail:  
Homepage: http://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=241318

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