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Titel: Die Schule der Egoisten - Reflexionen auf einen philosophischen Krimi
Beginn: 29.03.2011 19:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Hegel: Das geistige Tierreich und der (Selbst) Betrug.

Der Roman gleichen Titels von Eric-Emmanuel Schmidt verweist augenzwinkernd auf wenig beachtete philosophische Problemfelder: Führt uns der pure Egoismus nur in die Abgründe unseres Selbst? Liegt im Egoismus die wahre Natur des Menschen oder birgt sie gar die Dialektik unseres Daseins? Ist also wie Goethe es sah, in jedem Menschen ein Teil von jener Kraft, die Böses will und Gutes schafft? In diesem Sinn sieht Kant die Menschen "... aus krummem Holz gemacht", Hegel den Egoismus als List der Vernunft, als Wegweiser zur zivilen Sittlichkeit. Diese sieht Freud als "Unbehagen in der Kultur" und damit als Ursache der Unterdrückung unseres Selbst. Sollen wir an unseren Widersprüchen verzweifeln, diese vielleicht gar nicht beachten oder ein Leben führen, das die Widersprüche in sich aushält? In seiner "Phänomenologie des Geistes" nimmt Hegel Gedanken vorweg, die erst 200 Jahre später bei bei Heidegger, Horkheimer, Adorno und Marcuse ihren modernen Ausdruck finden. Etwas interpretiert lassen sich folgende Kerngedanken erkennen: In dieser Gesellschaft ist keiner mehr er selbst. "Man" tut es eben, weil alle es so tun. Unser Selbst ist untergegangen in dem staatlich verordneten Selbstbetrug marktwirtschaftlicher Manipulation. Das geistige Tierreich, also Menschen einer profitorientierten Gesellschaft, fällt unter das Tierreich, selbst unter das organische Sein zurück.

Gebühr: 5,00 Euro
Veranstaltungsort:
Adresse: VHS Berlin Mitte, Raum 104
Turmstr. 75
10115 Berlin
Veranstalter:
Adresse: VHS Berlin
Christine Bartels
Telefon: (030) 9018 3 7413
E-Mail:  
Homepage: http://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseDetail.aspx?id=241317

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