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Titel: Vortrag: Gibt es Zukunft in der Vergangenheit? Eine Antwortsuche in der philosophischen Tradition utopischen Denkens
Beginn: 21.09.2026 18:30
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Lässt sich eine bessere Gesellschaft denken, ohne in naive Schwärmerei zu verfallen? Utopien stehen seit Jahrhunderten unter Verdacht, realitätsblind zu sein. Wer von gelingendem Zusammenleben spricht, muss erklären können, worin sich ein solcher Entwurf von bloßer Wirklichkeitsflucht unterscheidet. Gleichzeitig leisten Utopien etwas, das nüchterne Analysen allein nicht bieten können: ein Bild davon, wie Zusammenleben anders aussehen könnte. Peter Leitzen verfolgt in seinem Vortrag die These, dass utopisches Denken in der abendländischen Tradition eine produktive Kraft entfaltet hat: Das griechische ou-topos lässt sich als Nicht-Ort lesen, als ewiges Nirgendwo. Ernst Bloch interpretierte den Begriff anders und deutete ihn als Vorgriff auf etwas, das noch keinen Ort hat, aber einen beansprucht. Diese Verschiebung, vom Unerreichbaren zum Ausstehenden, prägt die Auseinandersetzung bis heute. Der Abend stellt zentrale Denkansätze vor, die sich am Kleinen orientieren: an konkreten Beziehungen, an überschaubaren Gruppen, an einem Miteinander, das im direkten Austausch wurzelt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung auf www.vhs-essen.de unter der Kursnummer 262.1C007N.
Veranstaltungsort:
Adresse: Volkshochschule Essen
Burgplatz 1
45127 Essen
Veranstalter:
Adresse: Volkshochschule Essen
Telefon: 0201/88-43100
E-Mail: info@vhs.essen.de
Homepage: http://www.vhs-essen.de

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