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Es wird viel geredet dieser Tage: Twitter, Talkshow, Tribüne – die Stimmen mehren sich, aber mehrt sich auch der Sinn? Das Gegenteil ist der Fall, weil das stille Pendant der Rede zunehmend verloren geht: das Zuhören. Selbst die Philosophie, die so unermüdlich über Sprache nachgedacht hat, überhört das Hören. Dabei beginnt jeder Dialog nicht mit dem ersten Wort, sondern beim ersten Ohr.
Wir wollen an diesem Abend lauschen: den Worten über die Dominanz des Sehens, des Wortes, über den Unterschied zwischen Hören, Zuhören und Lauschen, über deren Leiblichkeit, über Stille und Aufmerksamkeit, gar über Verletzlichkeit und Resilienz, die wirkliches Zuhören voraussetzt – und der Frage, ob eine Welt, die wieder zuhörte, eine andere wäre.
Referent: Dr. Krisha Kops, München |