Anzeige


Stadt oder
Postleitzahl:

Z.B.:
oder
Münch...
80...
Volltextsuche:

Einführung/Hilfe
RSS-Feed


Titel: Das Sein denken - Griechische Ontologie von Parmenides bis Aristoteles (III.): Aristoteles‘ »Metaphysik«
Beginn: 20.06.2026 09:30
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich in Griechenland ein sehr tiefes Nachdenken über die Bedeutung und die Prinzipien des Seins und des Denkens, das später unter dem Titel »Metaphysik« zum Hauptthema der Philosophie wurde. Kann man grundlegender fragen als danach, was es überhaupt bedeutet, »dass etwas ist«? Die »Ontologie«, die Frage nach dem Sein und Nicht-Sein und wie beides zu denken sei, ist gewiss die prinzipiellste aller Fragen. Ihre Entstehung geht Hand in Hand mit der Entwicklung der Logik und zugleich mit deren Ausreizung in extremen, paradoxen Argumenten. Der erste, der dies zu durchdenken versuchte, war Parmenides. Sein Schüler Zenon entwarf zahlreiche Paradoxien, um die Lehre des Parmenides zu untermauern. Der Sophist Gorgias hat diese paradoxale Logik in eine radikal-skeptische Gegenposition umgewandelt, die Platon in seinem für die Ontologie wichtigen Werk »Sophistes« aufgreift. In den Werken von Platon und seinem Schüler Aristoteles erreicht die griechische Ontologie ihren Höhepunkt. Die Entwicklung des Seinsdenkens von Parmenides bis Aristoteles wird in drei Wochenendseminaren vorgestellt.

Diese Reihe über die griechische Ontologie fügt sich ein in ein größeres Projekt über die Ontologie, die Martin Heidegger Anfang des 20. Jahrhunderts in radikaler Weise erneuert hat. Im Jahr 2026 wird seines 50. Todestages gedacht, und 2027 können wir an das Erscheinen seines Hauptwerkes »Sein und Zeit« vor 100 Jahren erinnern. Beide Jahrestage sind Anlass genug, uns 2027 in mehreren Seminaren mit Heideggers Ontologie zu befassen. Die Veranstaltungen in diesem Jahr sollen dies vorbereiten. Zunächst nun mit den drei Veranstaltungen über die griechische Ontologie. Heidegger selbst hatte einen Satz aus Platons »Sophistes« seinem Werk »Sein und Zeit« als Motto vorangestellt. In der zweiten Jahreshälfte werden dann neuere Voraussetzungen der Philosophie Heideggers Thema sein: die lebensphilosophische Hermeneutik Wilhelm Diltheys und die Phänomenologie Edmund Husserls.


III.) Aristoteles‘ »Metaphysik« (20.06.2026, 09:30 Uhr, bis 21.06.2026, 12:30 Uhr)

Die Bücher des Aristoteles, die später unter dem Titel »Metaphysik« zusammengefasst wurden (Aristoteles selbst nennt dies »Erste Philosophie«) bilden den systematischsten Entwurf einer Prinzipienphilosophie in der Antike. In großer Kenntnis der Diskussionen vorheriger Jahrhunderte setzt sich Aristoteles mit allen älteren Ansätzen auseinander. Da er auch als erster in vielen umfangreichen Werken eine systematische Grundlegung der Logik geleistet hat, ist sein Denken frei von antilogischen Elementen und bietet uns einen klareren Aufriss der Ontologie. Sie war über Jahrtausende hinweg schulbildend. Kennzeichnend ist seine Orientierung an der Frage des Werdens, weshalb er die Unterscheidung von Wirklichkeit und Möglichkeit grundlegend durchdenkt und mit seiner Lehre von den vier Ursachen eines Seienden den Entstehungsprozess zu bestimmen versucht.

Referent:
Prof. Dr. Michael Bösch, bis 2024 Professor für Philosophie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Paderborn

Teilnahmebeitrag pro Person
- inkl. Verpflegung und Unterkunft: EZ 203 / DZ 187,50 (175,50 / 167,75) €
- inkl. Verpflegung, ohne Unterkunft: 148 €

Ausführliche Informationen, den Programmflyer zum Download sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.akademie-schwerte.de/veranstaltungen/iii-aristoteles-metaphysik
Veranstaltungsort:
Adresse: Katholische Akademie Schwerte - Akademie des Erzbistums Paderborn
Bergerhofweg 24
58239 Schwerte
Veranstalter:
Adresse: Katholische Akademie Schwerte
Telefon: 02304 / 477 - 0
E-Mail:  
Homepage: http://www.akademie-schwerte.de

Bookmark and Share
Anzeige
bla bla