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| Titel: |
Lust am Denken | Krieg in der Ukraine - und jetzt? |
| Beginn: |
02.04.2022 15:00 |
| Karte: |
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Krieg in der Ukraine – und jetzt?
Auf der Suche nach Orientierung in undurchsichtigen Zeiten
Eine Diskussionsveranstaltung unter Leitung von Dr. Christian Rabanus
Als am 24. Februar 2022 auf Putins Geheiß das Militär der Russischen Föderation vom Norden, Osten und Süden in die Ukraine einmarschierte, lösten sich in unserer Gesellschaft auf einen Schlag eine Vielzahl lieb gewordener und bequemer Überzeugungen über das Funktionieren der modernen Weltordnung in Luft auf. Dass im 21. Jahrhundert der Präsident eines europäischen Landes, nämlich Putin, einen Angriffskrieg auf ein anderes europäisches Land, nämlich die Ukraine, befiehlt, erschien noch kurz vor dem Tag des Überfalls unvorstellbar – wenngleich man mit genau dieser Möglichkeit eigentlich hätte rechnen müssen: Schließlich herrschte in der Ostukraine ja bereits seit 2014 ein von der Russischen Föderation befeuerter Krieg, hatte die Russische Föderation bereits 2014 die Krim annektiert und hatte Putin seine Skrupellosigkeit u.a. seit 2015 bei der militärischen Unterstützung Assads im Syrischen Bürgerkrieg oder seinen sogenannten „Vergeltungsmaßnahmen“ im Kaukasuskrieg 2008 bewiesen.
So stellt sich angesichts der Faktizität des Krieges in der Ukraine, der ja in vielerlei Hinsicht ein dramatischer Weckruf ist und z.B. mit deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine und der angekündigten Aufstockung des Wehretats auch schon einige Grundsätze der deutschen Politik der letzten Jahre abgeräumt hat, die Frage nach der Orientierung in der gegenwärtigen Lage – und auch die Frage danach, wie es so weit kommen konnte und was der sogenannte „Westen“, also auch die Bundesrepublik Deutschland und mit ihr alle deutschen Bürgerinnen und Bürger, präventiv hätten tun können oder sogar müssen.
Die schnelle Änderung einiger fundamentaler Positionen der deutschen Außenpolitik, für die es einen großen überparteilichen Konsens gibt, scheint auszudrücken, dass das weitere Festhalten an den abgeräumten Positionen einen Fehler dargestellt hätte – und wirft weiterhin die Frage auf, ob das bisherige Festhalten an bestimmten Grundsätzen nicht schon ein Fehler war. Wo nun von der Möglichkeit solcher Fehler die Rede ist, stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung für die Fehler, bzw. die aus solchen Fehlern erwachsende Schuld. So soll in der hier angekündigten Veranstaltung die Frage nach einer Orientierung in der gegenwärtigen Lage gestellt werden vor dem Hintergrund einer Differenzierung des Schuldbegriffs, die Karl Jaspers in seiner im Frühjahr 1946 gehaltenen Vorlesungsreihe entwickelt und unter dem Titel "Die Schuldfrage – Von der politischen Haftung Deutschlands" als Buch veröffentlicht hat.
Sie können diese Ankündigung auch als PDF herunter laden: https://www.phaenopraxie.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/01/220402-lust-am-denken-krieg-in-der-ukraine.pdf
Datum und Uhrzeit: Samstag, 2.4.2022, 15-17 Uhr (also eine Stunde früher als dis bisherigen Termine dieser Reihe)
Teilnahmemodalitäten
Für die Teilnahme wird eine formlose Anmeldung per E-Mail an info@phaenopraxie.de bis Freitag, 1.4.2022, 12.00 h, erbeten. Es gelten die aktuellen hessischen Corona-Regelungen für Veranstaltungen (Stand 20.3.2022: 3G). Die aktuellen Regeln können unter https://www.hessen.de/Handeln/Corona-in-Hessen bzw. https://www.wiesbaden.de/kultur/theater/marleen/index.php abgerufen werden. Bitte halten Sie beim Besuch der Veranstaltung einen gültigen Nachweis bzgl. Ihres Impf-, Genesenen- oder Teststatus sowie Identitätsdokumente bereit.
Kosten
Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Unkostenbeitrag von 10,00 € beim Einlass zur Veranstaltung erhoben. |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
MARLEEN im Lili-Wiesbaden Bahnhofsplatz 3 65189 Wiesbaden |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
Institut für Phänopraxie Dr. Christian Rabanus |
| Telefon: |
+49 611 5828138 |
| E-Mail: |
info@phaenopraxie.de |
| Homepage: |
https://www.phaenopraxie.de |
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