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Titel: Wie einer der Radikalsten unter den Philosophen zum Opfer harmloser Seelen wird.
Beginn: 04.03.2022 20:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Bemerkungen zu Blaise Pascal und dem Kitsch, den die populäre Lesart aus ihm macht.
Pascal, dieser gewaltige Denker, wird weit unter Gewicht gehandelt, wenn er - wie in beschaulichen Kreisen beliebt - als der Vertreter einer „Logik des Herzens” angepriesen wird, was zuletzt auf Sentimentalität hinausläuft.
Nein: Dieser Philosoph, auf dessen Denken das Wort Musils von der „taghellen Mystik” zugeschnitten sein könnte, ist nichts für neuzärtliche Gemüter; Pascal hat vielmehr eine gründliche, an Rücksichtnahme kaum interessierte „Kritik des Menschen” vorbereitet.

Hören wir über ihn einmal einen seinerseits Unerschrockenen, das ist Walter Jens:

„Keiner, soviel darf gesagt sein, hat - Augustinus und Luther nicht ausgenommen - das Unendliche wie das Endliche, die Möglichkeit Gott und die Ungewißheit Mensch, so exakt wie Pascal dargestellt - Pascal, der zumal als Psycholog und, wie Nietzsche sagt, Freund der ›großen Jagd‹, der Erkundung der menschlichen Seele und ihrer Grenzen, erst zwei Jahrhunderte später ranggleiche Kombattanten finden sollte - in einem Augenblick, wo ein Begriff wie Langeweile (ennui) ... zur Zentralkategorie wurde, unter der man jene Einheit von Schwermut und Gottesferne, Melancholie und Einsamkeit analysierte, die Pascal gleichsam vorausentdeckt hatte - auch in diesem Punkt übrigens die eigene Krankheit als Krankheit der Zeit diagnostizierend.”
Veranstaltungsort:
Adresse: Seminarraum der GPP
Albert-Dimmers-Straße 49
51469 Bergisch Gladbach
Veranstalter:
Adresse: Philosophische Praxis Gerd B. Achenbach
Dr. Gerd B. Achenbach
Telefon: 02202-951903
E-Mail:  
Homepage: http://www.achenbach-pp.de/

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