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Titel: Zwischen ewiger Jugend und Vergänglichkeit. Frauendarstellungen auf französischen Friedhöfen
Beginn: 07.03.2022 10:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: In voller Kraft und Schönheit ihrer Jugend strahlend schmücken Frauenfiguren seit dem 19. Jahrhundert verstärkt die Gräber wohlhabender Verstorbener in Europa. Die Frau, die seit dem 14. Jahrhundert in der christlichen Kunst als Metapher für die menschliche Vergänglichkeit verwendet wird, steht dabei im drastischen Kontrast zu dem sie umgebenden, den Tod vergegenständlichen Grab. Mehr noch als eine Darstellung des Kontrasts von Leben und Tod kann diese Darstellung aber auch als eine Verschlüsselung der beiden von Sigmund Freud zusammen gedachten Triebe von Eros und Thanatos gelesen werden. Die (zumeist) männlichen Künstler haben im 19. und 20. Jahrhundert das Motiv der Trauernden stark erotisch aufgeladen, indem sie bei ihren Darstellungen Kleidungsstücke verrutschen oder die weiblichen Brüste ganz unbedeckt liessen. Manch einer konzentrierte sich auch lediglich auf einen kopflosen, weiblichen Rumpf. Bei den Statuen handelt sich dabei durchgehend um junge Frauen, die dem jeweiligen Schönheitsideal ihrer Zeit entsprechen. Die Darstellung von Weiblichkeit auf (christlichen) Friedhöfen ist damit auch ein Spiegel für den gesellschaftlichen, männlich-geprägten Blick auf Frauen und lädt zum Reflektieren über Sepulkralkultur ein.
Veranstaltungsort:
Adresse: Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Veranstalter:
Adresse: Haus der Demokratie und Menschenrechte
Dr. Maurice Schuhmann
Telefon:  
E-Mail: kontakt@hausderdemokratie.de
Homepage: https://www.hausderdemokratie.de

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