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Titel: Willensfreiheit, Determinismus, Verantwortung
Beginn: 20.11.2010 19:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Einmaliger Termin 19:00 - 20:30.

Bis vor Kurzem waren sich Moralphilosophie, Rechtsphilosophie und Strafrecht weitgehend einig: Wer Unrecht tut, kann nur dann für seine Taten bestraft werden, wenn er für sie auch verantwortlich ist. Ziehen wir jemanden für seine Handlung zur Verantwortung, so müssen wir davon ausgehen, dass er das, was er tat, wissentlich und absichtlich tat. Wir müssen voraussetzen, dass er die Wahl gehabt hat, sich für oder gegen den Vollzug seiner Handlung zu entscheiden. Sowohl seine Handlung als auch sein Wille müssen frei gewesen sein. Will man jedoch den Ergebnissen der neueren neurowissenschaftlichen Forschung glauben, so könnte sich die Idee der Willensfreiheit als eine Illusion erweisen. Denn zumindest einige Philosophen und philosophisch interessierte Neurowissenschaftler haben in den letzten Jahren die Ergebnisse neurowissenschaftlicher Experimente so gedeutet, als würden sie zeigen, dass jedes menschliche Verhalten immer schon neuronal vorherbestimmt ist. Wenn dies aber der Fall wäre, so scheint es, als ginge nicht nur die Willensfreiheit, sondern mit ihr zugleich auch die zentrale Bedingung für die gerechtfertigte Zuschreibung von Verantwortung verloren. Angesichts dieser Herausforderung wird sich der Vortrag dem Zusammenhang von Willensfreiheit, Determinismus und Verantwortung widmen. Zu fragen ist, ob wir uns und unser Tun zukünftig als neuronal determiniert begreifen müssen und unsere Vorstellung von Verantwortung grundlegend revidieren sollten.

entgeltfrei
Veranstaltungsort:
Adresse: VHS Magdeburg
Leibnizstr. 23
39104 Magdeburg
Veranstalter:
Adresse: VHS Magdeburg
Leitung: Dr. Thomas Hoffmann
Telefon: 0391 535477-0
E-Mail: info@vhs-magdeburg.de
Homepage: http://magdeburg.de/volkshochschule

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