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Titel: Berlin und "die wilden Jahre der Philosophie"
Beginn: 12.05.2017 17:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: In seiner Schopenhauer-Biographie bezeichnet Rüdiger Safranski das 19. Jahrhundert als die "wilden Jahre der Philosophie" - und dafür gibt es einen guten Grund: Große philosophische Traditionen wurden in dieser Zeit begründet; Marx, Kierkegaard und Nietzsche begannen, das Geistesleben und die Welt auf den Kopf zu stellen. Und eines der Epizentren dieser Entwicklungen ist der Berliner Großraum: Die großen Philosophen Hegel und Schopenhauer treten einen Kampf um das wirkungsgeschichtliche Erbe Kants an. Während Hegel die Welt mit dem Weltgeist auf ein Ziel hin driften sieht und die kosmische Ordnung preist, entwirft Schopenhauer das wohl pessimistischste Weltbild, das man sich denken kann: Leben ist leiden, wir sind getrieben von einem blinden Willen zum Leben und am besten wäre es, gar nicht zu sein. Während Hegel hoch gelobt wird, bleiben Schopenhauers Vorlesungssäle leer. Im Seminar können beide Philosophen im (groben!) Ansatz diskutiert werden und wir besprechen, wie es dazu kam, dass Hegels komplizierte Schriften mehr Erfolg einfuhren als Schopenhauers Leid-Mantra - bis heute. Dabei sollen im Ansatz die entscheidenden Kritiken mitdiskutiert und vorgestellt werden, die in den "wilden Jahren" an ihnen geäußert wurden: Kierkegaards Kritik am Weltgeist, der alles in Ordnung hielte (was zum Existenzialismus führte); Nietzsches Lobpreisung und spätere Kritik an Schopenhauer (was zum "Nihilismus" führte); Marx` Verständnis von Hegel (was zum Kommunismus führte).

Termine: 12.05.17, 13.05.17
Gebühr: 66,40 €
Veranstaltungsort:
Adresse: VHS Potsdam
BF, Am Kanal 47, Raum 2-42
14467 Potsdam
Veranstalter:
Adresse: VHS Potsdam
Telefon: 0331 289-4563
E-Mail: Vhsinfo@Rathaus.Potsdam.de
Homepage: http://www.potsdam-vhs.de

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