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Titel: vhs.Epoche: Spätmittelalter und Reformation
Beginn: 20.02.2017 19:30
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Mo., 20.02., 19.30 - 21.00 Uhr
Peter Reinhardt
"Stadtluft macht frei!" Das Aufkommen der Städte im Hoch- und Spätmittelalter
Zwischen Papst und Kaiser erblühen von der Renaissance an zunächst in Oberitalien, dann auch bei uns - immer mehr Städte, die sich weitgehend unabhängig von den beiden Größen (Papst und Kaiser) als Republiken organisieren. Ihre Grundlage ist der Handel, nicht zuletzt mit dem muslimischen Orient. Etwas wie Freiheit und Selbstbestimmung wächst heran. Ein lukratives Bankwesen entsteht.

Mo., 06.03., 19.30 - 21.00 Uhr
Dr. Fabrizio Brena
Seefahrer, Händler, Siedler: Der Wettkampf um die Eroberung der neuen Welt
Die Epoche, die einmal als Zeit der großen geographischen Entdeckungen genannt wurde, wird von den heutigen Forschern mit der genaueren Bezeichnung "Zeit der europäischen Expansion" definiert, damit die gewaltige Eroberung von umfangreichen, schon viel früher durch andere Völker in Besitz genommen und von ihnen bewohnten Landstrichen außerhalb von Europa betont wird. Diese Geschichte ist nicht nur von bahnbrechenden Erfolgen, sondern auch von falschen Einschätzungen, gescheiterten Unternehmungen, politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Staaten gekennzeichnet. Hinter der eindrucksvollen Reisetätigkeit der großen Entdecker (Columbus, Vespucci, Caboto, Hojeda, Magellan u. a.) wirkte eine breite und vielfältige Zahl von Reedern, Finanzleuten, Hofbeamten, Geistlichen und Gelehrten, die nicht selten in wechselseitigen Rollen handelten und die Pläne der Kapitäne und der ersten Siedler maßgeblich beeinflußten. An diesem Abend werden die frühen Etappen der Erkundung, Eroberung und Ansiedlung des amerikanischen Erdteils durch die überwiegend in Spanien und Portugal vorbereiteten Expeditionen behandelt. Anhand von Dokumenten und Zeugnissen der Reisenden wird es auch deutlich, wie die heftige Debatte über die Benennung des neuen durch Columbus bekannt gewordenen Landes zu einer außerordentlichen, weit über das begrenzte Fach der Geographen hinaus steigernden Relevanz gelang, und wie das von dem deutschen Kartenzeichner Martin Waldseemüller vorgeschlagene Neuwort America trotz vielen Zweifeln letztendlich es schaffte, zu der allgemein anerkannten Bezeichnung zu werden.

Mo., 13.03., 19.30 - 21.00 Uhr
Dr. Katrin Burtschell
Altniederländische Malerei
Keine Phase in der Entwicklung der Kunst verdeutlicht besser den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit zur Renaissance, als die Altniederländische Malerei. In den ersten Jahrzehnten des 15. Jh. legen drei große Maler den Grundstein für diese Kunst: Jan van Eyck, Robert Campin (Meister von Flemalle), Rogier van der Weyden. Sie realisieren eine Malerei, die vor allem in der getreuen Wiedergabe des Alltäglichen revolutionär, aber dennoch geprägt ist von tiefer Religiosität. Damit einhergehend entwickeln sie eine Perspektive, die keinen mathematischen Regeln folgt, wie es in Italien der Fall ist, sondern eine die auf der eigenen Erfahrung beruht. Hinzu kommt die revolutionäre Technik der Ölmalerei, die man vor allem Jan van Eyck zuschreibt.

Mo., 27.03., 19.30 - 21.00 Uhr
Barbara Honecker
Die Hochrenaissance: Leonardo, Michelangelo, Raffael
Die Hochrenaissance ist ohne die Namen von Leonardo, Michelangelo und Raffael nicht vorstellbar und so werden die drei Künstler vorgestellt, ihr Werk und ihr Leben eingehend betrachtet und in Kontext gestellt.

Mo., 03.04., 19.30 - 21.00 Uhr
Matthias Hofmann
Reformation und Bauernkrieg
Als Martin Luther 1517 seine 95 Thesen herausgab, die sich hauptsächlich gegen den Ablasshandel richteten, war es keineswegs seine Absicht gewesen, eine Kirchenspaltung herbeizuführen. Er wollte die lateinische seine Kirche an deren eigentliche Aufgaben in der Gesellschaft erinnern. Letztendlich zeigte er den Gläubigen aber eine gangbare Alternative auf. Nicht zuletzt dank namhafter Unterstützer konnte er sein Werk abschließen. Allerdings eröffnete er mit seiner neuen deutschen Lehre auch all denjenigen, die bis dato unterdrückt waren, neue Möglichkeiten, sich gegen ihre Herren zu erheben. Der dann ausbrechende Bauernkrieg wurde zu einem Flächenbrand, den auch Luther so niemals gewollt hatte.

Mo., 08.05., 19.00 - 20.30 Uhr
Dr. Waltraud Falardeau
Neues Denken, neues Welt- und Menschenbild in der Literatur
Das ausgehende >dunkle< Mittelalter wird geprägt vom Streben nach geistiger und religiöser Erneuerung, auch mit Hilfe der Literatur. Die aus Italien kommende Renaissance, der Buchdruck sowie Martin Luthers Thesen lassen ein neues Weltbild und ein neues, an die Antike angelehntes humanistisches Menschenbild entstehen.
Für deren Verbreitung sorgt neben dem Buchdruck die zunehmende Alphabetisierung. Die Zahl der Publikationen explodiert. Großer Beliebtheit erfreuen sich Volksbücher, Sagen und Legenden, Fabeln und Balladen. Besonders begehrt sind Abenteuer- und Schelmenromane (z. B. Till Eulenspiegel).
Andererseits kursieren die von Religiosität und Mystik zeugenden Schriften von Meister Eckhart, Luther und anderen.
In dieser Veranstaltung soll ein literaturgeschichtlicher Blick auf die frühe Neuzeit geworfen und insbesondere die Bedeutung Luthers für die deutsche Sprache und Literatur hervorgehoben werden.

Mo., 29.05., 19.30 - 21.00 Uhr
Dr. phil. Thomas Oser
Martin Luther als Philosoph und utopischer Denker
Anlässlich des diesjährigen Reformations-Jubiläums wird Martin Luther an diesem Abend als Philosoph betrachtet. Beleuchtet soll insbesondere werden, welche denkerischen Prämissen und welche Erfahrungen sich hinter Luthers Kritik an der Vermarktung der Frömmigkeit verbergen. Klar hatte er gesagt, dass der Himmel nicht käuflich sei. Davon ausgehend wird gefragt, wie Luther und die von ihm ausgelöste Reformation heute zeitgemäß beerbt werden kann.
Veranstaltungsort:
Adresse: VHS Nürtingen
Hölderlinhaus, Neckarsteige 1
72622 Nürtingen
Veranstalter:
Adresse: VHS Nürtingen
Telefon: 0049 (0)7022 7 53 30
E-Mail: kontakt@vhs-nuertingen.de
Homepage: http://www.vhs-nuertingen.de/

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