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Titel: Amani Abuzahra: Über Anerkennung – Sichtbarkeit – Macht
Beginn: 01.02.2017 18:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Vortrag aus der Reihe des Christlich-Jüdischen Gesprächs mit Stimmen aus Judentum, Christentum und Islam

Europas Landkarte befindet sich im Wandel: sowohl auf der politischen, kulturellen, sprachlichen, religiösen als auch ethnischen Ebene. In der vielfältigen Gesellschaft stellt sich die Frage nach Ablehnung oder Anerkennung zunehmend sichtbarer kultureller/religiöser Identitäten neu: Wer hat das Bedürfnis nach Anerkennung? Wer verfügt über die Macht und das Recht „anzuerkennen“?

Anerkennung ist ein wichtiges identitätsbestätigendes Moment und ist grundlegend für die Entwicklung eines selbst - bewussten Individuums. Nicht-Anerkennung kann die Werdung des Selbst beeinträchtigen und mitunter als ein politisches Instrument eingesetzt werden, im Sinne einer "Exklusions-Identitätspolitik". Das Fremde wird konstruiert und markiert.

Eine kritische Annäherung an den Begriff und die Grenzen der Anerkennung und Identität zeigen, dass in der Verortung von Identität grenzüberschreitendes Denken gefragt ist. Es bedarf der Einsicht, dass kulturelle Identität nicht konstant und feststehend, sondern vielmehr abhängig von sich verändernden Referenzpunkten ist; sie ist hybrid und artikuliert sich im steten Machtkampf.

Die emotionalisierte Debatte über die Sichtbarkeit der MuslimInnen stellt einen Kristallisationspunkt des Anerkennungsdiskurses dar. Weg von einer krisenhaften Polemik hin zu einer sachlichen Auseinandersetzung in der Herausforderungen und Chancen herausgearbeitet werden, ist ein weiteres Thema des Vortrags.
Veranstaltungsort:
Adresse: Forschungsinstitut für Philosophie, Vortragsraum
Gerberstrasse 26
30169 Hannover
Veranstalter:
Adresse: Forschungsinstitut für Philosophie
Telefon: +49 (511) 16409-30
E-Mail: kontakt@fiph.de
Homepage: http://www.fiph.de/

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