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Dietlind Kremer: Mein Name - das bin ich. Namen und Identität. |
| Beginn: |
01.02.2017 19:00 |
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Mein Name ‒ das bin ich. Glücklich ist der, der diesen Satz unterschreiben kann. Unbestritten sind unsere Namen und hier insbesondere unser(e) Vorname(n) ein wichtiger Teil unserer Identität. Namen erzeugen bestimmte Bilder in unseren Köpfen, sie lösen unbewusst Vorstellungen zu Alter, Attraktivität, Charakter des jeweiligen Namenträgers aus, der bekannte Ausspruch „Nomen est Omen“ steht für dieses Phänomen. Namen sind alles andere als „Schall und Rauch“, sie zeichnen in Sekundenschnelle ein Bild von der Person, die ihn trägt. Namen sind klischeebeladen und damit leider auch ein Transportmittel für Vorurteile. In welche Schublade wir jemanden stecken, hängt gewiss auch von seinem Namen ab, den er nicht selbst gewählt, sondern von den Eltern bekommen hat. Die Namenberatungsstelle der Universität Leipzig berät seit den 60er Jahren Eltern bei der Namenwahl und Standesbeamte bei der Anerkennung problematischer Namen. Dabei zeigt sich zunehmend, dass traditionelle Motive der Namenwahl immer mehr in den Hintergrund treten und der Wunsch nach individuellen und exotischen Namen immer stärker wird. Wünsche nach Umbenennungen offenbaren Identitätskonflikte, dann heißt es: Mein Name – das bin ich nicht!
Dr. Dietlind Kremer ist Leiterin der Namenberatungsstelle der Universität Leipzig.
Die Vorlesungsreihe des studium universale findet jeden Mittwoch um 19Uhr an der Universität Leipzig statt.
Identität. Jeder hat diesen Begriff schon einmal verwendet. Sobald man jedoch anfängt, darüber nachzudenken, beginnt die im Wort Identität beschworene Eindeutigkeit sich aufzulösen. Wer sind wir, wer bin ich? Die Antwort liegt im Fragezeichen. Man mag folglich zunächst an psychologische Aspekte denken, an Begriffe, wie Identitätskrise, Identitätsverlust und Identitätssuche oder eben an Heraklits Satz „es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss hineinzusteigen“. Ein Universalgelehrter, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 300.Mal jährt, hat wiederum ganz pragmatisch definiert, „dass ein Gegenstand A genau dann mit einem Gegenstand B identisch ist, wenn sich zwischen A und B kein Unterschied finden lässt“. Ist Identität also der Mangel an Sinnesschärfe?
Menschen, die sich in der einen oder anderen Weise mit „Identität“ beschäftigen, werden uns in diesem Semester Einblicke in Ihre Universen verschaffen. Wir werden über Fragen der Geschlechtsidentität und Transsexualität nachdenken, über Identität im religiösen und nationalen Zusammenhang sprechen und unter anderem erfahren, was es mit dem Hitlerbärtchen auf sich hatte. Eine Podiumsdiskussion über die Identitätsstiftende Wirkung von Kunst ist ebenfalls im Programm.
Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftung „Friedliche Revolution“, der Volkshochschule der Stadt Leipzig und dem Grassimuseum für Völkerkunde möchten wir Sie herzlich einladen, unsere Veranstaltungen im Wintersemester 2016/17 zu besuchen.
Wir freuen uns auf Sie!
Herzlich,
Frank Gaunitz
Arbeitskreis studium universale |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Universität Leipzig Universitätsstraße 3, Hörsaal 3 04107 Leipzig |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
studium universale Dominik Becher |
| Telefon: |
0341/97-37395 |
| E-Mail: |
studiumuniversale@uni-leipzig.de |
| Homepage: |
http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/weiterbildung/studium-universale.html |
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