Anzeige


Stadt oder
Postleitzahl:

Z.B.:
oder
Münch...
80...
Volltextsuche:

Einführung/Hilfe
RSS-Feed


Titel: Heide Glaesmer: Besatzungskinder im Nachkriegsdeutschland – Identitätssuche zwischen Integration und Ablehnung
Beginn: 14.12.2016 19:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: In der Geschichte kriegerischer Auseinandersetzungen sind schon immer Kinder geboren worden, die von ausländischen Soldaten mit einheimischen Müttern gezeugt wurden. Zu dieser Gruppe zählen sowohl Kinder, die aus Vergewaltigungen stammen als auch solche, die aus mehr oder weniger freiwilligen Beziehungen hervorgegangen sind. Während der Besatzungszeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland mindestens 200.000 sogenannte Besatzungskinder geboren. Sie waren oft Diskriminierungen ausgesetzt und wuchsen häufig unter schwierigen Bedingungen auf. Oft waren sie durch ein doppeltes Stigma als „Kinder des Feindes“ und uneheliche Kinder belastet. Fast alle wuchsen ohne ihre Väter auf, viele wussten lange nichts über ihre Herkunft. Das fehlende Wissen um und über den biologischen Vater stellt oft eine Bruchstelle in ihrem Identitätsbildungsprozess dar. Viele sind noch heute auf der Suche nach ihren Wurzeln.

PD Dr. Heide Glaesmer ist Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, sie leitet den Forschungsbereich „Psychotraumatologie und Migrationsforschung“ und ist stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig.

Die Vorlesungsreihe des studium universale findet jeden Mittwoch um 19Uhr an der Universität Leipzig statt.

Identität. Jeder hat diesen Begriff schon einmal verwendet. Sobald man jedoch anfängt, darüber nachzudenken, beginnt die im Wort Identität beschworene Eindeutigkeit sich aufzulösen. Wer sind wir, wer bin ich? Die Antwort liegt im Fragezeichen. Man mag folglich zunächst an psychologische Aspekte denken, an Begriffe, wie Identitätskrise, Identitätsverlust und Identitätssuche oder eben an Heraklits Satz „es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss hineinzusteigen“. Ein Universalgelehrter, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 300.Mal jährt, hat wiederum ganz pragmatisch definiert, „dass ein Gegenstand A genau dann mit einem Gegenstand B identisch ist, wenn sich zwischen A und B kein Unterschied finden lässt“. Ist Identität also der Mangel an Sinnesschärfe?

Menschen, die sich in der einen oder anderen Weise mit „Identität“ beschäftigen, werden uns in diesem Semester Einblicke in Ihre Universen verschaffen. Wir werden über Fragen der Geschlechtsidentität und Transsexualität nachdenken, über Identität im religiösen und nationalen Zusammenhang sprechen und unter anderem erfahren, was es mit dem Hitlerbärtchen auf sich hatte. Eine Podiumsdiskussion über die Identitätsstiftende Wirkung von Kunst ist ebenfalls im Programm.

Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftung „Friedliche Revolution“, der Volkshochschule der Stadt Leipzig und dem Grassimuseum für Völkerkunde möchten wir Sie herzlich einladen, unsere Veranstaltungen im Wintersemester 2016/17 zu besuchen.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzlich,
Frank Gaunitz
Arbeitskreis studium universale
Veranstaltungsort:
Adresse: Universität Leipzig
Universitätsstraße 3, Hörsaal 3
04107 Leipzig
Veranstalter:
Adresse: studium universale
Dominik Becher
Telefon: 0341/97-37395
E-Mail: studiumuniversale@uni-leipzig.de
Homepage: http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/weiterbildung/studium-universale.html

Bookmark and Share
Anzeige
bla bla