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Titel: Rudaba Badakhshi: Identität und Migration in Leipzig
Beginn: 07.12.2016 19:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Der Vortrag lenkt nach einer kurzen Einführung allgemeiner Grundthesen von migrationsspezifischen Identitätsformationen den Blick auf die Zwischenräume, unter anderem die Räume der Erfahrungswerte und der Differenzlinien. Tiefer sollen dabei die Einflussfaktoren in den Räumen Aufbau von Selbstreferenz im Osten Deutschlands und Bildung, exemplarisch im Leipziger Kontext, beleuchtet werden. Dabei wird unter anderem auf die Auseinandersetzungen und Erfahrungen der theoretischen sowie praktischen Arbeit des ZEOK e.V. mit dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung © in Leipzig (Sachsen) zurückgegriffen. Welche Perspektiven der Selbstverortung gibt es? Wie sehen die Phasen und Prozesse dieser Auseinandersetzungen entlang der Differenzlinien aus? Welche Kompetenzen spielen eine prägende Rolle? Wie, wo wird sich dabei vorurteilsbewusst, selbstkritisch auseinandergesetzt? Um schließlich mit einigen Impulsen Leipziger Realitäten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen diese Phasen exemplarisch für die Veranstaltung sicht- und diskutierbar zu machen.

Rudaba Badakhshi ist u.a. freiberufliche Referentin im Kontext der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung, Transkulturelle Bildungsarbeit, Migration und Arbeitsmarkt, Willkommenskultur und u.a. für das Referat Migration und Integration der Stadt Leipzig tätig.

Die Vorlesungsreihe des studium universale findet jeden Mittwoch um 19Uhr an der Universität Leipzig statt.

Identität. Jeder hat diesen Begriff schon einmal verwendet. Sobald man jedoch anfängt, darüber nachzudenken, beginnt die im Wort Identität beschworene Eindeutigkeit sich aufzulösen. Wer sind wir, wer bin ich? Die Antwort liegt im Fragezeichen. Man mag folglich zunächst an psychologische Aspekte denken, an Begriffe, wie Identitätskrise, Identitätsverlust und Identitätssuche oder eben an Heraklits Satz „es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss hineinzusteigen“. Ein Universalgelehrter, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 300.Mal jährt, hat wiederum ganz pragmatisch definiert, „dass ein Gegenstand A genau dann mit einem Gegenstand B identisch ist, wenn sich zwischen A und B kein Unterschied finden lässt“. Ist Identität also der Mangel an Sinnesschärfe?

Menschen, die sich in der einen oder anderen Weise mit „Identität“ beschäftigen, werden uns in diesem Semester Einblicke in Ihre Universen verschaffen. Wir werden über Fragen der Geschlechtsidentität und Transsexualität nachdenken, über Identität im religiösen und nationalen Zusammenhang sprechen und unter anderem erfahren, was es mit dem Hitlerbärtchen auf sich hatte. Eine Podiumsdiskussion über die Identitätsstiftende Wirkung von Kunst ist ebenfalls im Programm.

Gemeinsam mit unseren Partnern, der Stiftung „Friedliche Revolution“, der Volkshochschule der Stadt Leipzig und dem Grassimuseum für Völkerkunde möchten wir Sie herzlich einladen, unsere Veranstaltungen im Wintersemester 2016/17 zu besuchen.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzlich,
Frank Gaunitz
Arbeitskreis studium universale
Veranstaltungsort:
Adresse: Universität Leipzig
Universitätsstraße 3, Hörsaal 3
04107 Leipzig
Veranstalter:
Adresse: studium universale
Dominik Becher
Telefon: 0341/97-37395
E-Mail: studiumuniversale@uni-leipzig.de
Homepage: http://www.zv.uni-leipzig.de/studium/weiterbildung/studium-universale.html

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