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| Titel: |
Philosophischer Abend: "Medienverzicht?" im Rahmenthema "Kulturen der Unterbrechung" |
| Beginn: |
20.11.2015 20:00 |
| Karte: |
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| Beschreibung: |
Referent: Dr. Arnold K.D. Lorenzen
Zum Rahmenthema:
„Was keine Pause kennt, ist nicht dauerhaft.“ (Ovid 43 – 17) Der Gang der Welt ist nur scheinbar kontinuierlich. Unbeabsichtigt oder gewollt: Immer wieder werden Abläufe, Dauer, Stetigkeit, Prozesse, Vorgänge, Usualitäten unterbrochen. Noch ist der Sonntag eine Zäsur. Der Urlaub schafft Distanz zum Vertrauten. Eine Erkrankung unterbricht unseren so selbstverständlichen Alltag mit seinen Gewohnheiten, Freuden und Versagungen. Feste unterbrechen Alltäglichkeit. Pausen ermöglichen Musik und bieten den Erschöpften Erholung. Der Beifall unterbricht die gelungene Darbietung. Die Lagerung setzt den Verwertungsprozess aus. Wer schweigt, der stoppt das Reden und das „Bla, Bla, Bla“. Beten, Gottesdienst, Einspruch, Rausch, Drogen, Erlebnisprojekte (Bart, Glatze schneiden, Fasten, Pilgern usw.), Berufsstart, eine neue Liebe, Rente: Einschnitte! Nach einem Aperçu der Kaiserin Sissi unterbricht das Leben das Nichts. Unterbricht der Tod das Leben? Die Dunkelheit trennt den Tag von der Nacht. Das Philosophieren beginnt erst durch Innehalten z.B. nach einer Verwirrung, um das Gelebte zu reflektieren. Wir wollen unterbrechen und uns in diesem Jahr den aufbauenden sowie störenden Aspekten von Unterbrechungen nähern. Meditieren, d.h. ein aktives Nicht-Tun (Ruhe, Stille, Schweigen) ist ein Weg, das so selbstverständlich Fließende und Zukunftsfixierte zu durchbrechen, um Achtsamkeit und Gewahrsein (awareness) für den Augenblick zu üben. „Wenn wir bewusst im gegenwärtigen Augenblick leben [...] so wird das Auswirkungen auf die Zukunft [und] unsere Lebensqualität [haben]“ (Jon Kabat-Zinn). Das Fragen, die Frage, oft als das Wesentliche im Prozess des Philosophierens behauptet, unterbricht und lässt das Unbezweifelte stocken. Was aber ist das, das Fragen? Lasst uns das Fragen, die Frage befragen! Macht der Medien: die Meinungsturbine rast, breaking news tickern blitzschnell, alle 15 Minuten ändert Spiegel-Online die Hauptschlagzeile, die Reporterin vor Ort suggeriert Authentizität. Medien erlangen und erzeugen Aufmerksamkeit, indem sie ihre Berichterstattung über die Weltereignisse nach folgenden 4 Kriterien auswählen: Ausnahme, Konflikt, Nähe, Prominenz. Beruht unsere tendenzielle Orientierungslosigkeit dabei nicht auf zu wenig, sondern u.a. auf zu viel und dazu verwirrender Information? Sollten wir lieber weitgehend auf Mediennutzung verzichten?
Eintritt frei. |
| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Cafe Sha Daimlerstr. 12/Ecke Planckstr. 22763 Hamburg-Ottensen |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
GEFAP Dr. Arnold K.D. Lorenzen, Dr. Susanne Fromm, Marion Danckwerts |
| Telefon: |
040-500 49 206 |
| E-Mail: |
kontakt@gefap-philosophieren.de |
| Homepage: |
http://www.gefap-philosophieren.de/ |
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