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| Titel: |
Überlegungen zu Theodor Adornos "Minima Moralia" |
| Beginn: |
26.09.2015 17:00 |
| Karte: |
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„Philosophie, wie sie im Angesicht der Verzweiflung einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung aus sich darstellen. Erkenntnis hat kein Licht, als das von der Erlösung her auf die Welt scheint.“ (Adorno, Minima Moralia – Zum Ende)
„Minima Moralia“ – das privateste und persönlichste Werk Adornos. Es besteht nur aus Aphorismen, Notizen und Denkbildern. Der Hintergrund: Die Lehre vom richtigen Leben ist zerbrochen, weil es diese nur mit der richtigen Politik/Gesellschaft geben kann. Diesen seit Aristoteles behaupteten Zusammenhang gibt es nicht mehr: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“
„Was einmal den Philosophen Leben hieß, ist zur Sphäre des Privaten und dann bloß noch des Konsums geworden, die als Anhang des materiellen Produktionsprozesses, ohne Autonomie und ohne eigene Substanz, mitgeschleift wird. Wer die Wahrheit übers unmittelbare Leben erfahren will, muss dessen entfremdeter Gestalt nachforschen, den objektiven Mächten, die die individuelle Existenz bis ins Verborgene bestimmen.“
Die Macht der Gesellschaft prägt das Individuum bis ins Verborgenste. Adorno reflektiert über das, was uns zutiefst prägt. Es sind „Reflexionen aus dem beschädigten Leben.“ Ein Beschädigter (Adorno) denkt über seine Beschädigungen nach. Dabei gewinnt er durch seinen genauen und sehr individuellen Stil Perspektiven, die uns auch über 60 Jahre nach Erscheinen dieses Buches tiefes Erstaunen und Irritationen bescheren.
Kosten: 50,- Euro inkl. kleines Buffet
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| Veranstaltungsort: |
| Adresse: |
Kaiserstraße 119 1070 Wien |
| Veranstalter: |
| Adresse: |
"Verrückt nach Sokrates" - Philosophische Praxis Rene Tichy |
| Telefon: |
+43(0)664/1620758 |
| E-Mail: |
tichy@verruecktnachsokrates.at |
| Homepage: |
http://www.vns.somee.com/vns_main.cshtml |
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