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Titel: Philosophisches Seminar: Macht, Ohnmacht und die Große Gesundheit
Beginn: 10.07.2015 00:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: 10. bis 12. Juli 2015 im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal.
Zu Fragen der Anmeldung siehe das »Vorstellungsblatt« auf www.tuebinger-phaenomenologie.de

Nietzsches Begriff des Lebens ist zutiefst mit seinem Verständnis des Willens zur Macht verknüpft. Dieser Wille ist letztlich immer ein gestaltender, »schaffender«, »schöpferischer« von Werken. Im Kleinen wie im Großen. Alles Schöpferische – und das sah auch Nietzsche – enthält jedoch Momente, über die wir nicht verfügen können, über die wir keine Macht haben – Dinge, die uns zufallen müssen. Alles Gestalten, alles Zu-Stande-Bringen, lebt von der Stärke einer Überzeugung, eines »Glaubens« zu etwas. Für Nietzsche ist die Stärke gebunden an die »Große Gesundheit«. Diese ist keine ständige Gesundheit, die Krankheit auszuschließen sucht. Im Gegenteil. Es ist eine Gesundheit, die es ständig zu erwerben gilt, weil sie sich dem Schaffenden immer wieder entzieht. Analog der Macht, die ihre notwendigen Ohnmachtsmomente einschließt, muss die »Große Gesundheit« immer schon den Entzug, die Krankheit und den Schmerz einbinden – sonst wäre sie nicht die »Große Gesundheit«. Diese »Paradoxie des Lebens« wollen wir anhand ausgewählter Passagen aus Nietzsches Werk zusammen entfalten und diskutieren.
Veranstaltungsort:
Adresse: Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal
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Veranstalter:
Adresse: Tübinger Gesellschaft für Phänomenologische Philosophie
Dietmar Koch
Telefon:  
E-Mail: dietmar.koch@uni-tuebingen.de
Homepage: http://www.tuebinger-phaenomenologie.de

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